Prozeß in Patria-Radpanzeraffäre beginnt mit Vertagung

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In Ljublana hat der Prozeß um die sogenannte „Patria-Affäre“ begonnen. Dabei geht es um Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Kauf von 135 Radpanzern  der finnischen Firma Patria durch die slowenische Armee im Jahre 2006. Die Firma soll den Entscheidungsträgern hohe Bestechungsgelder angeboten haben, um den Auftrag über 280 Millionen Euro zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf Angeklagten Bestechlichkeit und illegale Geschenkannahme vor. Angeklagt sind allen voran der jetzige Oppositionsführer und damalige Regierungschef Janša, während dessen Amtszeit der Panzerkauf vonstatten ging, sowie dessen Vertrauter Zagožen. Weitere Angeklagte sind der  Offizier Krkovic sowie der Inhaber des slowenischen Patria-Partners Rotis, Crnkovic und der slowenisch-österreichische Unternehmer Wolf. Da dieser dem Termin am 5.09.2001 aus „gesundheitlichen Gründen“ fernblieb, vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 15.09.2011.

Janša agiert im Prozeß offenbar nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“  und bezichtigt Sympathisanten der slowenischen Linken, mit der Anklage sein Image beschädigen zu wollen. Er äußerte sich im slowenischen Fernsehen RTV dahingehend, dass der Prozeß dazu missbraucht werde, ihn und die anderen Angeklagten in Zusammenhang mit dieser Affäre laufend der slowenischen Öffentlichkeit vorführen zu können. Selbst die Ankläger, so Janša, rechneten nicht mit einer Verurteilung.

 

 

 

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