Selbstmordrate in Slowenien weiterhin sehr hoch

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Der Welttag der Suizidprävention wird jedes Jahr am 10. September begangen. 2010 brachten sich 416 Einwohner (davon 80% Männer) Sloweniens selber um, was 1 Toter alle 21 Stunden bedeutet. Somit ist jeder 44. Tote durch Selbstmord umgekommen. Das sind zwar 30% weniger als noch 2000, jedoch immer noch eine sehr hohe Zahl, teilt das slowenische Statistikamt mit. Auf dem Kongressplatz (Kongresni trg) werden zum Gedenken an die Verstorbenen deshalb heute vom Ozara Slovenija Verein 416 Kerzen angesteckt.

Slowenien befindet sich im internationalen Vergleich im Bereich Selbstmord bereits seit Jahrzehnten in den top ten. Gemäß den letzten Angaben steht Slowenien innerhalb der EU an vierter Stelle, auch wenn die Zahl in den vergangenen 10 Jahren sank. Umgerechnet auf 100.000 Einwohner bringen sich 20,4 Einwohner im Jahr in Slowenien um. Zum Vergleich, in Deutschland waren es 2010 10,6 Selbstmorde pro 100.000 Einwohner.

Die häufigsten Arten der Selbsttötung waren vergangenes Jahr Erhängen und Ersticken und die meisten Selbstmorde begangen Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren, obwohl Maßnahmen zur Vorbeugung ergriffen wurden, wie das Gesundheitsinstitut mitteilt.

Mit der Aktion auf dem Kongresni trg will der Verein daran erinnern, dass die Zahl der Selbsttötungen weiterhin sehr hoch ist und es soll auch an die Verbliebenen erinnert werden, die darunter sehr zu leiden haben.

Gemäß der Eurostat finden die meisten Selbstmorde in den Staaten des kommunistischen Blockes statt. 2009 begingen die meisten Menschen in Litauen Selbstmord, gefolgt von Ungarn und Lettland. Die wenigsten Selbstmorde werden dagegen in Griechenland und Zypern begangen

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