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So viele Verurteilungen gab es 2016

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Wie das Statistikamt (SURS) mitteilt, wurden vergangenes Jahr 6.687 Erwachsene, 319 Minderjährige und 39 juristische Personen verurteilt. Knapp 1.400 Personen wurden dabei zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Höchststrafe von über 10 Jahren erhielten 7 Verurteilte, unter ihnen eine Frau, wegen Mordes und Totschlags.

Nach Angaben der SURS wurden 2016 in Slowenien 3,4 Personen auf 1.000 Einwohner rechtskräftig verurteilt. Die meisten Verurteilungen gab es im Südosten Sloweniens (Dolenjska/ Bela Krajna) mit 5,4 pro 1.000 Einwohner und die wenigsten Verurteilten gab es in Goriška (Nordwesten), Zasavje (östlich von Ljubljana) und in der Region Primorska-Notranjska (Südwesten bis Mittewest) mit jeweils 1,9 Verurteilungen pro 1.000 Einwohner.

Diejenigen, die im vergangenen Jahr eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung über 10 Jahre erhielten, waren im Schnitt 34 Jahre alt, hatten eine Berufsausbildung und hatten durchweg die slowenische Staatsangehörigkeit. Ein einziger bekannte sich schuldig. Im Schnitt dauerte das Verfahren bis zur rechtskräftigen Verurteilung bei diesen Personen weniger als 2 Jahre, gerechnet ab dem Tatzeitpunkt. Unter den Minderjährigen wurden 2 zu unbedingten Haftstrafen verurteilt, einer davon wegen Totschlags und der andere wegen schweren Diebstahls.

Von den juristischen Personen, die 2016 rechtskräftig verurteilt wurden, waren 25% wegen Verstoßes gegen Arbeitnehmergrundrechte verurteilt worden und 36% wegen geschäftsmäßigen Betruges.

Die meisten rechtskräftig Verurteilten Erwachsenen, nämlich 94%, erhielten wie auch schon im Jahr zuvor eine Gefängnissprache. In 78% der Fälle wurde die Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgesetzt, in etwas weniger als 1.400 Fällen mussten sie jedoch ins Gefängnis. Zwar gingen bei der Staatsanwaltschaft 34.267 Anzeigen ein (-7% im Vergleich zu 2015), allerdings wurden 55,5% davon abgewiesen.

In 12% der Fälle wurde ein Durchsuchungsbeschluss beantragt und in 9% der Fälle wurde nach der Durchsuchung Anklage erhoben. Die meisten Strafanzeigen erfolgten wegen Diebstahls und schweren Diebstahls, wegen Betrugs und geschäftsmäßigen Betruges, Gewalt in der Familie sowie wegen Drogenschmuggels und Drogenhandels.

Angezeigt wurden auch 1.746 juristische Personen, was 14% weniger als 2015 sind. Die meisten der Anzeigen, nämlich 75%, wurden verworfen.

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