Slowenien trug 2012 am meisten zum Euro-Rettungsschirm bei

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Der Mythos, nach dem Deutschland der größte Zahler des EU Rettungsschirmes ist, stimmt nicht grundsätzlich. In absoluten Zahlen gemessen steuert Deutschland tatsächlich am meisten zur Rettung bei. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt jedoch nicht. Gemessen am BIP war es Slowenien, das laut dem Europäischen Statistikamt Eurostat am meisten zum Rettungsschirm beitrug.

Zur Rettung der Euro-Staaten unterstützte Deutschland die Länder mit 56,09 Milliarden Euro, was die höchste Summe eines einzelnen Staates ist, aber „lediglich“ 2,1% des deutschen BIP entspricht. Bezogen auf das BIP waren im vergangenen Jahr gleich mehrere Länder solidarischer als Deutschland. Am großzügigsten dabei war gemessen am BIP Slowenien. Die von Slowenien beigetragenen 972 Millionen Euro entsprachen 2,8% des slowenischen BIP.

In Relation zum BIP waren mit 2,7% (187 Millionen Euro) Malta, mit 2,4% (25,54 Milliarden Euro) Spanien und mit 2,3% (405 Millionen Euro) sogar Zypern solidarischer als Deutschland. Im Gegensatz zu Deutschland haben diese Länder allerdings zumeist auch ein höchst eigenes Interesse an einem gut ausgestatteten Rettungsschirm.

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