Tourismus einzige Wachstumsbranche

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Bis 2016 wird der Tourismus zum erfolgreichsten Wirtschaftsbereich Sloweniens. Slowenien wird seine Konkurrenzfähigkeit auf der weltweiten Skala jedes Jahr um einen Platz verbessern und die Deviseneinnahmen werden sich von jetzt knappen 2 Milliarden Euro auf dann 3 Milliarden Euro erhöhen. Das sind die wesentlichen Ziele, die sich im Entwurf der neuen Tourismusstrategie für 2012 bis 2016 wiederfinden, der von den wichtigsten Tourismusakteuren aus dem privaten und öffentlichen Bereich in einer gemeinsamen Deklaration zur Erreichung der Ziele unterschrieben wurde. Mit dabei wird auch die neue Regierung sein sowie das Parlament, sobald es das verabschiedet hat.

Auf dem Konkurrenzindex aller Staaten der Welt steht Slowenien auf Platz 33, beim Fußball steht Slowenien im internationalen Vergleich auf Platz 26 und gerechnet auf die Anzahl der Einwohner, steht Slowenien auf Platz 5 im olympischen Medaillenspiegel. Slowenien hat somit allen Grund selbstbewusst aufzutreten und sich ein größeres Stück des Kuchens im Tourismusbereich sichern zu wollen. Für Touristen wird die Frage der Sicherheit in dem jeweiligen Zielland eine immer größere Rolle spielen und gerade da kann Slowenien seine Vorteile ausspielen.

Der Tourismus ist die einzige Branche in Slowenien, die trotz der Wirtschaftskrise wächst. In den ersten 10 Monaten besuchten 7% mehr Touristen Slowenien als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei 9% mehr ausländische Besucher begrüßt werden konnten. Um das selbstgesteckte Ziel von 3 Milliarden € Deviseneinnahmen zu erreichen, sind jedoch diverse Maßnahmen notwendig. Die Ausgaben für Werbung müssen sich dazu mindestens um 10 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Desweiteren muss es deutlich bessere Flugverbindungen geben, ohne die das Ziel kaum erreicht werden kann. Eingebunden werden sollen auch die diplomatischen Vertretungen, die sich nach Meinung des Tourismusverbandes bislang nur mit sich selbst beschäftigen. Zusätzlich fordert der Verband eine Vereinfachung von Neueinstellungen aber auch von Entlassungen im Gastgewerbe.

Ob und wie diese Maßnahmen umgesetzt werden, wird erst die neue Regierung entscheiden können. Gemäß den ersten Aussagen des Wahlsiegers Jankovic könnten die Vorschläge auf fruchtbaren Boden fallen, da er die Wirtschaft durch massive Investitionen ankurbeln möchte. Die Autoren des Strategiepapiers kommen dabei auf 36,5 Millionen Euro für das kommende Jahr, die im Haushalt für den Tourismus reserviert werden sollten, wovon 9,7 Millionen für Werbung und Vermarktung vorgesehen sind.

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