Armut in Slowenien wächst

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Der Anteil der als arm geltenden Slowenen erhöhte sich vergangenes Jahr von 11,3% auf 12,7%, was bedeutet, dass 254.000 Menschen (+31.000) unterhalb der Armutsgrenze leben. Auch die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung erhöhte sich, wie die Umfragen zu den Einkommens- und Lebensbedingungen zeigen, dessen Ergebnisse das slowenische Statistikamt nun veröffentlichte.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in Haushalten ohne Mitglieder mit Arbeit die schlimmsten Verhältnisse vorzufinden sind, denn dort leben 40% der Personen unterhalb der Armutsgrenze und 75% davon haben unterhaltspflichtige Kinder. Bezüglich des Haushaltstyps sind Einpersonenhaushalte am stärksten von Armut (38,5% unterhalb der Armutsgrenze) gefährdet, gefolgt von Alleinerziehenden (31%) und bezüglich des Status sind es Arbeitslose (44%) und verrentete Personen (18%). Unterhalb der Armutsgrenze leben 27% der Frauen, die älter als 64 Jahre sind sowie 28% der Mieter. Fast 1/5 der Personen, die Unterhalb der Armutsgrenze leben, gehen jedoch einer Beschäftigung nach.

Die Schwelle, an der die Armutsgefahr besteht für einen Einpersonenhaushalt, sank von 593€ auf 587€. Bei einem Zweipersonenhaushalt ohne Kinder liegt die Armutsgrenze bei einem monatlichen Einkommen von 880€ und bei einem Vierpersonenhaushalt, wovon 2 Personen unter 14 Jahre sind, liegt sie bei 1232€. Ohne Sozialtransfer wären 24% von Armut betroffen und bei Personen, die älter als 64 Jahre alt sind, betrüge der Anteil sogar 32%. Ebenso ging die Gehaltsschere weiter auseinander.

Fast 50% der Befragten gaben an unerwartete Ausgaben von 545€ nicht stemmen zu können. 35% können sich keinen Urlaub von einer Woche für alle Haushaltsmitglieder leisten und eine Fleischmahlzeit an jedem zweiten Tag können sich 11% nicht leisten. Die  Wohnung zu heizen kann sich 5% der Befragten nicht leisten.

Noch gibt es in Slowenien Reserven. Diese Reserven werden jedoch immer kleiner und so wird der Armutsanteil auch dann noch steigen, wenn die Wirtschaft doch endlich wieder wächst. Fast 3 Jahre nach Beginn der Wirtschaftskrise konnte sich das Parlament nun endlich dazu durchringen die Selbständigkeit zu fördern. Diese Regierung, eigentlich das gesamt Parlament, hat bei der Bewältigung der Krise völlig versagt. Sie setzen Maßnahmen um, die seit Jahren gefordert werden, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, während man sich die überwiegende Zeit mit sich selbst beschäftigt wegen irgendwelcher Skandale. Dieses Parlament ist ein Schande für jede Demokratie.

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