Slowenien vor Deutschland und Österreich bei der sozialen Gerechtigkeit

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Die Bertelsmann-Stiftung verglich die soziale Gerechtigkeit der 28 EU Mitgliedsstaaten. Slowenien kommt in diesem Vergleich auf den 5. Platz und somit noch vor Deutschland (7. Platz) und Österreich (8. Platz).

Dabei wurden die Bereiche Armut, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Generationengleichheit, sozialer Zusammenhalt und Diskriminierung verglichen anhand von 38 Messpunkten.

Im Bereich Arbeitsmarkt hat sich die Situation für 26 von 28 Staaten im Vergleich zum Vorjahr verbessert. EU-weit sank die Arbeitslosenquote 2016 auf 8,7%, während diese an der Spitze der Wirtschaftskrise 2013 noch 11% betrug.

Für Slowenien werden vor allem Reformen in den Bereichen Arbeitsmarkt und Gesundheitssystem empfohlen, worauf allerdings auch bereits die EU Kommission schon lange hinweist.

Die besten 8 Staaten der Bertelsmann-Studie sind Dänemark, Schweden, Finnland, Tschechische Republik, Slowenien, Niederlande, Deutschland und Österreich. Am Ende der Liste stehen Kroatien, Spanien, Italien, Bulgarien, Rumänien und wenig überraschend Griechenland.

Beim Zugang zum Arbeitsmarkt kommt Slowenien auf Platz 9, was 2 Plätze besser ist als noch im Jahr zuvor laut Bertelsmann-Stiftung. Mit 18,4% der Bevölkerung, die von Armut bedroht ist, reiht sich Slowenien in der Spitzengruppe der Länder ein, in der die wenigsten Bürger von Armut bedroht sind. Noch besser sieht es mit 14,9% bei den von Armut gefährdeten Kindern aus. Hier reiht sich Slowenien an 3. Stelle ein im EU Vergleich.

Schlecht sieht es dagegen in der Frage von Beschäftigten im Alter zwischen 55 und 64 aus. Hier kommt Slowenien mit einer Beschäftigtenquote von nur 38,5% auf Platz 26; lediglich Kroatien und Griechenland kommen auf einen noch schlechteren Platz. Kaum besser sieht es bei den Arbeitslosen allgemein aus. In dieser Kategorie kommt Slowenien auf den 18. Platz mit einer Arbeitslosenquote von 8,1% und einer Quote von 4,3% bei den Langzeitarbeitslosen. Unter den jungen Bürgern herrscht eine Arbeitslosenquote von 15,2%.

Das slowenische Bildungssystem wird als sehr positiv erkannt, denn es ermöglicht eine hohe Beteiligungsquote, was sich auch in einer sehr geringen Abbrecherquote wiederspiegelt. Slowenien kommt dadurch in dieser Kategorie auf den 4. Platz.

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