Qualitätsunterschiede zwischen Lebensmitteln für Slowenien und Österreich

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Drei Institute, die im Lebensmittelbereich tätig sind, haben die Untersuchung von Produkten abgeschlossen, die sowohl auf dem österreichischen als auch auf dem slowenischen Markt vertrieben werden. Festgestellt haben sie, dass sich die Qualität einiger für Slowenien hergestellten Produkte von den Österreichischen unterscheiden. Einige Süßgetränke haben in Slowenien mehr Zucker als in Österreich, manche Joghurts mehr Konservierungsmittel oder Farbstoffe, aber manche Produkte sind in Slowenien auch besser.

Nachdem Ungarn und die Slowakei Anfang des Jahres im EU Parlament darauf hinwiesen, dass sie Unterschiede in der Qualität festgestellt haben zwischen den für Westeuropa hergestellten Produkten und denen für Osteuropa, wurde, haben sich auch die zuständigen Institutionen in Slowenien den Markt angeschaut.

Das Amt für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Pflanzenschutz, das Institut für Ernährungswissenschaft und der Verbraucherverband Sloweniens haben unabhängig voneinander dieselben Produkte verglichen, die sowohl in Österreich als auch in Slowenien vertrieben werden.

Der Verbraucherverband nahm insgesamt 32 Produkte unter die Lupe, die sie in Österreich und in Slowenien erwarben. Dabei ging es um Fleisch-, Milch-, Fisch-, Schokoladen- und Backprodukte sowie um Getränke, Kaffee, Tee und Gewürze. Von 32 Produkten wurden bei 10 Qualitätsunterschiede festgestellt.

Unterschiede, die Einfluss auf die Qualität haben, wurden bei Coca Cola, bei der Milchschokolade von Milka, bei der haltbaren Leberpastete von Primana, beim Wurstaufschnitt von Primana, im alkoholfreien Getränk mit Orangengeschmack von Budget, beim Obstjoghurt mit Erdbeergeschmack von Budget sowie beim Schinkentoast vom Hofer (Aldi) gefunden.

Unterschiede wurden auch bei der Begutachtung des Thunfischaufstrichs von Rio mare pate festgestellt, bei der Milchschokolade Riquet sowie beim Obstjoghurt mit Erdbeergeschmack Milfina von Hofer (Aldi).

„Ein Drittel der Produkte unterscheidet sich in der Qualität. Die einzelnen Qualitätsunterschiede sind minimal. Was uns am traurigsten machte, war, dass 5 von diesen 10 Produkten mit der Bezeichnung „Slowenische Qualität“ versehen werden“, erklärte die Verbraucherverbandspräsidentin.

Die Untersuchungen haben erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Verbraucher stärker auf das Kleingedruckte achten als auf das, was die Hersteller hervorheben.

Auch der Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährung betonte das Problem. „Der Preis ist niedriger, die Qualität der Rohstoffe und der Erzeugnisse ist geringer, aber der Handel kompensiert dies mit der Betonung, dass das Produkt in der Heimat hergestellt wurde“. . 

Wo sind die größten Unterschiede zwischen den Produkten in Österreich und Slowenien? „Das sind die Zusatzstoffe, Geschmackstoffe, Salz, Soja statt Fleisch. Solche Sachen, die nach dem Gesetz erlaubt sind, nur muss der Verbraucher auf die Kennzeichnung achten und dann wird er auch wissen, was er wirklich kauft“, erklärte die Verbrauchverbandspräsidentin.

Wie sie erklärt, ist die Qualität da schlechter, wo sich bemerkbar macht, dass die slowenischen Verbraucher immer noch zu wenig anspruchsvoll sind. Sie fügt jedoch hinzu, dass sich das auch in Slowenien ändert, denn die Verbraucher sind auch in Slowenien schon deutlich anspruchsvoller als noch vor Jahren.

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