Arbeitnehmerfreizügigkeit nun auch in Deutschland und Österreich

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Ab 1. Mai fallen auch die Arbeitnehmergrenzen in Deutschland und Österreich. Deutschland und Österreich sind die letzten der „alten“ EU Länder, die die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU immer noch einschränken. Wer jetzt wegen der hohen Arbeitslosigkeit in Slowenien eine Schwemme an slowenischen Arbeitnehmern in Deutschland und noch viel mehr in Österreich erwartet, wird sich getäuscht sehen.

Auch das slowenische Arbeitsministerium erwartet keinen merklichen Abfluss an Arbeitnehmern in diese beiden Länder. Aber schon jetzt bestreiten 6.000 bis 7.000 Slowenen ihr Auskommen in Österreich.

 

Die slowenische Gewerkschaftsvereinigung ZSSS stößt in dasselbe Horn und geht davon aus, dass höchstens ein nennenswerter Teil an Tagelöhnern eine Arbeit in Österreich suchen wird. Befürchtet wird allerdings, dass ausgerechnet die besonders gut ausgebildeten Slowenen ihr Arbeitsfeld zukünftig im Ausland suchen werden, weshalb sich slowenische Unternehmen zukünftig sehr bemühen müssen, um diese Arbeitnehmer halten zu können.

 

Erleichtert wird der Zugang zum größten Markt Europas allerdings für slowenische Unternehmen, was bislang nur sehr bedingt möglich war. Dabei ist davon auszugehen, dass diese Unternehmen mit slowenischen Arbeitskräften auf den Märkten Deutschlands und Österreichs auftreten und entsprechend die slowenischen Arbeitsverträge dafür gelten werden nach slowenischen Vorschriften. Mag man es für gut oder schlecht halten und Dumpinglöhne erwarten, es gehört zur Philosophie Europas dazu. Den Reallohnzuwachs in Deutschland und Österreich werden jedoch diese Unternehmen nicht fördern, für die slowenische Wirtschaft ist derzeit aber jede Entlastung Gold wert.

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